Takadoon

QuartettJazz

Sat 08. Sep / 15:00 - 18:30 Uhr / Schuppen 6.

Künstler info

Takadoon

Jazz und Pop in perfekter Balance.

Eine Band nach ihrem Namen zu fragen ist journalistisch eher wenig originell und führt in den meisten Fällen zu keinem befriedigenden Ergebnis. Anders bei Takadoon: Da öffnet diese Frage eine erste Tür, hinter der sich jede Menge weiterer auftun – und flugs ist man mitten drin in einem kurzweiligen Gespräch mit Christopher Baum, dem Kopf dieser Hamburger Formation.

„Der Name kommt von` ta-ka-di-mi’, einer südindischen Trommelsprache“, erklärt der Komponist und Tastenmann des Quartetts, „und `Doon´ steht für ein Art Improvisationsmodus.“

Jede Menge Rhythmus, Energie und Eleganz steckt also in dieser dreisilbigen Wortschöpfung – und eine sehr konkrete Idee.

„Modern Vocal Jazz“ nennen Takadoon, hanseatisch sachlich, ihren Stil: eine Mischung aus viel Jazz und etwas Pop, melodiös, leicht verständlich, aber mit  viel Substanz, Vitalität und ganz weitem Horizont.

 

Was sich in der Theorie so easy liest, ist in der Praxis gar nicht so leicht zu realisieren – schnell gerät diese Mischung entweder zu akademisch oder zu seicht. Takadoon meistern diesen Grenzgang hingegen mit spielerischer Unangestrengtheit. Das gemischte Doppel nimmt ganz einfach vom Jazz den Tiefgang und vom Pop die Leichtigkeit.

Locker hingetupft klingt diese Musik. Mit entspannten, aber durchaus vertrackten Grooves setzen  Bassistin Lisa Wulff (IB.SH Jazzpreisträgerin 2016 & Nominierte für den ECHO JAZZ 2017), die bereits mit Größen wie Nils Landgren, Wolfgang Haffner, Rolf Kühn, der NDR Big Band, Curtis Stigers oder Randy Brecker auf der Bühne stand, und Schlagzeuger/Perkussionist Alexander Klauck den Sound von Takadoon auf das Gleis.

Dazu: doppelt besetzte Vocals – den Leadgesang übernimmt Linda Kauffeldt; Lisa Wulff begleitet als Background-Sängerin. Über und unter allem: das Piano von Christopher Baum.
Der 27-jährige Pianist ist musikalischer Direktor von Takadoon. Er komponiert, arrangiert und vertritt das Quartett in der Öffentlichkeit.

„Der Schwerpunkt der Songs liegt auf akustischen Arrangements und auf den beiden Stimmen“, sagt Christopher, „und auf einem gewissen Drive, der aber immer locker und groovy bleiben muss.“ Geerdet wird dieser Stil durch leichtfüßige Kontrabassfiguren und Baums abwechslungsreiches Tastenspiel –griffig-dynamisch und zugleich klassisch-elegant auf dem Klavier oder fett und mit 70er-Jahre-Flair auf dem elektrischen Fender Rhodes-E-Piano.

Begonnen hat die Takadoon-Geschichte 2011 im „Popkurs HH“, einer Mischung aus Kontaktbörse und Jam-Event, veranstaltet von der Musikhochschule Hamburg. Dort traf das Quartett aufeinander, spielte ein, zwei Sessions – und funkte quasi vom ersten Takt an auf einer Wellenlänge.

Latin Music-Einfärbungen finden sich im Takadoon-Sound ebenso, wie  Einflüsse zeitgenössischer amerikanischer Pianojazz-Ästheten wie Keith Jarrett und Brad Mehldau. Vokale Linienführung und stimmlicher Ausdruck  erinnern zuweilen an amerikanischen Sängerinnen wie Esperanza Spalding oder Gretchen Parlato.

 

Beflügelt wird das alles durch die Atmosphäre der Hansemetropole Hamburg, die wie ein Katalysator wirkt. „Ich denke, Takadoon hat viel mit einer gewissen Urbanität zu tun“, erläutert Baum. „Die Stadt ist einfach unser Lebensraum.“

Ihr Debüt-Album "INNER VOICE" stellten Takadoon am 17.06.2016 im populären Jazzclub "Birdland" in Hamburg vor.

Und dann formuliert Christopher Baum noch einen Satz, der viel über ihn und die Band verrät. „Man sollte immer etwas auf der Suche sein“, sagt der Pianist. Jazz und Pop, Rhythmus und Eleganz – Elemente die sich gefunden haben und zugleich nach neuen Zielen suchen.

Music in motion: Das ist der Sound von Takadoon.

Linda Kauffeld – Gesang
Lisa Wulff – Bass, Gesang
Alexander Klauck – Schlagzeug, Percussion
Christopher Baum – Piano, E-Piano

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